Gleisumbau im Waldbahnhof

Posted by Gerd on Sonntag, 8 Juni 2014 (Comments Closed)

Im Zuge meines neuen Anlagenkonzeptes habe ich die Gleisführung in meinem Waldbahnhof „Taubensuhl“ noch mal korrigiert. Die rechte Einfahrtsweiche wurde weiter zum Rand verlegt und durch eine Y-Weiche ersetzt. Auf diese Weise wurde die Gleisnutzlänge auf 35cm verlängert und der Gleisabgang am Segmentübergang liegt nun günstiger für die nachfolgende 180° Kurve.

Der Umbau hielt sich in Grenzen, da nur die Gleise getauscht werden mußten. Der Weichensteller bekam lediglich einen neuen Stelldraht und konnte ansonsten beibehalten werden. Zusätzlich habe ich noch zwei Abstellgleise verlängert. Das linke wird künftig den Lokschuppen beheimaten, während die beiden rechten Gleise zum Abstellen von Wagen genutzt werden sollen.

Das Anlagenkonzept meiner H0e-Waldbahn steht

Posted by Gerd on Samstag, 7 Juni 2014 with 8 Comments

Bei fast jeder Modellbahnanlage steht ziemlich am Anfang die Frage nach dem Konzept…

Klassisch sind „Punkt-zu-Punkt“ Betrieb oder Ringstrecken, hin und wieder auch mal komplexere Konzepte mit Spitzkehrbahnhöfen oder Nebenstrecken. Jedes Konzept für sich hat seine Vorteile und Nachteile. Eines haben aber meiner Meinung nach alle Konzepte gemeinsam – auf Dauer werden sie Langweilig. Wer jedesmal auf einer „Punkt-zu-Punkt“-Anlage „Betrieb“ machen muß damit sich was bewegt verliert irgendwann die Lust wenn er einfach mal entspannt einen Zug beobachten möchte. Im Gegenzug wird eine reine Kreisfahranlage wegen fehlender Abwechslung ebenfalls schnell langweilig. Für mich stand daher fest : Es muß eine sinnvolle Kombination aller Möglichkeiten erschaffen werden.

Basierend auf den Casani-Malkörpern (erhältlich bei www.boesner.com ) entstand so das Konzept für meine hoch flexible Segmentanlage, welche mir sehr viele Einsatzvarianten ermöglicht.

Mit gerade mal 7 Segmenten lassen sich gleich 6 verschiedene Anlagen aufbauen. Hinzu kommen noch 3 Kleinstanlagen.

Kreisfahranlage:

Das klassische Oval mit Betriebsstelle, Holzlager auf der Gegengerade und einem Schattenbahnhof für Abwechslung. Durch die Trennung in der Mitte wird die Fahrstrecke sehr lang. Es besteht zudem die Möglichkeit am Abzweig noch weitere Strecken anzuschließen. Hier kann man den Zügen beim Runden drehen zuschauen.

Regalanlage:

Lang und schmal im Regal – unter diesem Motto können die wesentlichen Streckensegmente auch als lange Regalanlage aufgestellt werden. In Verbindung mit dem kleineren Hilfsfiddleyard entsteht so eine Wandanlage die fast überall einen Platz finden kann.

Die Eckanlagen:

In zwei Varianten kann die Anlage auch über Eck aufgebaut werden. So erhält man eine etwas längere Fahrstrecke als bei der Regalanlage. Diese Varianten würden sich auch gut für Ausstellungen eignen.

Die Spitzkehrenbahnhöfe:

Zwei weitere Versionen sorgen für mächtig Betrieb auf der Waldbahn, in dem der Bahnhof als Spitzkehrenbahnhof eingesetzt wird, in dem die Lokomotiven umspannen müssen um dann die Fahrt auf der anderen Teilstrecke fortsetzen zu können. Beide Strecken enden in einem FiddleYard. Betriebstechnisch die wohl anspruchsvollsten Varianten.

Nachdem nun ein wirklich gutes und plausibles Konzept erschaffen wurde solle es in Kürze nun auch mit dem Weiterbau los gehen. Bis auf den Hilfsfiddleyard habe ich alle „Segmentkästen“ bereits da und sobald die Steckverbinder von Conrad eingetroffen sind, wird es mit dem Bau der restlichen Streckensegmente losgehen. Ich habe mich diesmal dazu entschlossen zunächst alle Segmente im Rohbau fertig zu bauen und anschließend dann Segment für Segment zu gestalten.

Shay #5 ist fertig !!

Posted by Gerd on Donnerstag, 22 Mai 2014 (Comments Closed)

Gestern habe ich meine Shay #5 fertig gemacht und nun kann sie wieder vor Waldbahnzügen im Garten eingesetzt werden.

Da der Kabelsalat rings um die Fernsteuerung so nicht bleiben konnte habe ich alles fest in den Tender eingebaut. Dazu wurde eine Holzbox gebaut in der die beiden Akkus eingelegt werden und an der auch der Empfänger befestigt ist. Neben der Elektrik mußte auch noch ein großes Metallgewicht als Ballast untergebracht werden.

Der Tendertank wird von oben aufgesetzt und mit Neodym-Magneten festgehalten. So kommt man sehr leicht an die Akkus oder die Elektronik heran, der Aufbau sitzt aber auch fest genug um nicht versehentlich abzufallen.

Damit wäre die Lok fertig für den geplanten Vater-Sohn-Fahrtag am Sonntag. Hoffentlich spielt mit das Wetter mit.

Lok #5 fährt wieder

Posted by Gerd on Sonntag, 18 Mai 2014 (Comments Closed)

Heute haben wir die Shay #5 nach ihrer langen Pause provisorisch wieder in Betrieb genommen. Nachdem die ganzen abgeschnitten Kabel zugeordnet waren wurde ein Empfänger mit Fahrregler und zwei Akkus provisorisch angeschlossen und die Lok durfte ein paar Runden im Garten drehen. Es hat mir richtig Spaß gemacht. Der Tender, in dem Akku und Fernsteuerung später fest eingebaut werden, sitzt nur lose auf der Lok im Moment. Daher sieht das alles etwas komisch aus.

Alles in allem fährt die Lok aber wieder und ich freue mich schon darauf sie in den nächsten Tagen komplett fertig zu machen. Unterhalb des Tenders sollen Fächer für die Akkus und die Elektronik eingebaut werden und hier muss auch noch etwas Ballastgewicht verstaut werden.

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Ein „Dinosaurier“ – Reaktivierung meines Logloader der Bauart Decker

Posted by Gerd on Donnerstag, 15 Mai 2014 with 1 Comment

Der Frühling macht bekanntlich alles neu und eigentlich wollte ich in diesem Blog in erster Linie über meine H0e-Projekte berichten. Nun folgt aber ein Fn3-Fund nach dem anderen bzw. irgendwie juckt es mich meine alten Modelle wieder betriebsfähig zu machen um mit ihnen hin und wieder im Garten spielen zu können.

So auch diese „Dinosaurier“, den ich vor gut und gerne 15 Jahren gebaut habe. Es handelt sich um einen Logloader der Bauart Decker. Er wurde bei Waldbahnen zum Verladen von Baumstämmen eingesetzt, insbesondere dann, wenn an rasch wechselnden Orten Baumstämme zu laden waren und sich stationäre Verladeanlagen nicht rentiert hätten.

Genauer gesagt zählt mein Logloader zu den sogenannten Tunnel-Loadern. Dies bedeutet, daß die Wagen in einem Tunnel unterhalb des Kranes passieren können und somit kein parallel-Gleis benötigt wird. Dennoch steht der Kran selbst ebenfalls auf dem Gleis und kann somit per Schiene zu seinem Einsatzort gefahren werden. Viele dieser Loader waren sogar selbstfahrend über einen Kettenantrieb ausgeführt.

Bei der Bauart Decker (ähnlich dem Cody-Loader) verfügt der Kran über ein festes Fahrwerk mit einem Käfig darüber in dem ein zweites Gleis verlegt ist. Über Rampen können die leeren Wagen durch den Loader geschoben werden. Der Zug wird im Anschluß von vorne nach hinten beladen. Die Wagen wurden meist per Seilwinde weiter gezogen, so daß der nächste leere Wagen beladen werden konnte. Zum Schluß wurde der Kran abgebaut und an den Zugschluß angehängt.

Alte Bilder des Logloaders, kurz nach der Fertigstellung.

Auf der oberen Etage eines Logloaders befindet sich die Antriebseinheit, meist mit einer Dampfmaschine, ähnlich wie bei einer Donkey Engine. Über große Seiltrommeln wurden die Baumstämme bewegt und verladen. Wie oben erwähnt konnten über Kupplungen auch die Antriebsketten in Gang gesetzt werden und der Kran meist selber fahren. Weitere Dampfzylinder wurden eingesetzt um den Ausleger zu drehen.

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Der Logloader wurde aus Messing und Holz selbst gebaut. Die Seilwinde wird von einem Elektromotor angetrieben und der Ausleger mit einem Servo bewegt. Das Bedienteil ist extern und kann an den Loader angeschlossen werden. In dem Kran habe ich vieles verbaut was ich so in der Restekiste gefunden habe, z.B. Zahnräder aus einem Videorekorder und den Kessel eines Ozark-Bausatzes.

Neben der hier vorgestellten Bauart Decker gab es noch andere wie z.B. den bekannteren McGiffert loader. Dieser Kran konnte seine Drehgestelle, welche an klappbaren Stützen montiert waren, anheben und sich mit seinen 4 Hauptsäulen neben den Gleisen abstellen. Somit war das Streckengleis frei und die leeren Wagen konnten passieren. Ähnlich war dies beim dem Surry-Parker Loader, welche jedoch kein eigenes Fahrwerk besaß. Er wurde meist auf einem Flatcar zum Einsatzort gefahren und über Stützen soweit angehoben daß die leeren Wagen unter ihm passieren konnten.

Weitere Bilder zu den verschiedenen Vorbildern gibt es im Internet unter den oben genannten Suchbegriffen.