[LVLC] Ins Holz mit Shay #1

Posted by Gerd on Dienstag, 26 Mai 2020

Hallo liebe Waldbahnfreunde,

heute kommt nun der schon ersehnte Teil zu einem möglichen US-Waldbahn-Konzept auf meiner Gartenbahn.

Zunächst die fiktive Faktenlage:
– Der Streckenabschnitt vom unteren Bahnhof bis zum Gleisdreieck wird als Steilstrecke betrachtet. Auf diesem Abschnitt darf die kleine Shay #1  max. 4 Skeleton-Logcars befördern.
– Der obere Teil im Rasenbereich hingegen erlaubt Züge mit bis zu 8 Wagen.

Los geht es also in „Ronja Springs“ sehr früh am Morgen mit dem ersten Holzzug hinauf zum Gleisdreieck bei „Tinker Meadows“.

Am Gleisdreieck nimmt unser Zug den rechten Streckenast zur Ausweiche „Deadwood“. Dort steht vom Vorabend noch ein beladener Zug abgestellt. Die Lok drückt den leeren Zug aus der Ausweiche, fischt sich die Caboose vom Zugschluß und kehr zurück nach Ronja Springs mit der ersten Holz-Ladung für das Sägewerk.

Zurück in „Ronja Springs“ wird für die zweite Fahrt ein Boxcar bereit gemacht, der Versorgungsgüter zum Camp bei „Tinker Meadows“ bringen soll. Der Boxcar wird zum Beladen am Güterdepot abgestellt, während die Shay die beladenen Wagen gegen einen leeren Zug tauscht.

Nun geht es wieder mit Volldampf die Steigung hinauf nach „Tinker Meadows“. Dort angekommen werden die leeren Wagen im linken Ast des Gleisdreiecks abgestellt. Der Boxcar bleibt an der Lok und wird nun rückwärts bis zur nahen Ausweiche „Deadwood“ geschoben.

In „Deadwood“ werden die abgestellten leeren Wagen angehängt. Der Boxcar kommt an den Zugschluß und wird dann beim Camp im Gleisdreieck zur Entladung abgestellt.

Von nun macht sich der Ganzzug mit 8 Skeleton-Logcars auf den Weg zur heutigen Ladestelle im „Camp 24“. Da das Ladegleis wieder nur für 4 Wagen ausreicht, wird der Zug in der Ausweiche „Lilly Fork“ geteilt.

Ab hier befährt die Shay mit beiden Halbzügen die Strecke zur Ladestelle, bis der gesamte Zug für die Rückfahrt beladen ist. Vor der Rückfahrt wird die Lok noch im Gleisdreieck hinter „Lilly Fork“ gewendet, damit das Personal eine bessere Sicht auf die Strecke hat.

Zurück am Gleisdreieck in „Tinker Meadows“ wird der Zug wieder geteilt. 4 beladene Holzwagen werden in „Deadwood“ für die 3. Fuhre zum Sägewerk bereitgestellt. Der gedeckte Güterwagen ist mittlerweile leer und wird wieder mit ins Tal genommen. Zurück am Gleisdreieck wird die Lok für die bevorstehende Talfahrt auf der Steilstrecke wieder gewendet.

Zurück in „Ronja Springs“ wird der leere Güterwagen wird abgestellt und die beladenen Wagen zur Entladestelle geschoben. Mittlerweile ist die erste Wagengarnitur bereits entleer und wartet auf die nächste Fahrt in den Wald.

Mittlerweile ist der Vormittag verstrichen und das Lokpersonal kehrt beim Güterdepot zur Mittagspause ein. Anschließend wird die Lok den gleichen Wagenumlauf ein zweites Mal durchführen.

Der hier gezeigte Betriebsablauf ist stark durch jenen der West Side Lumber Company inspiriert. Dort waren täglich 6 Shay-Lokomotiven im Einsatz, um auf einer Strecke von 45 Meilen 2×38 Langholzwagen zu befördern. Ähnlich wie bei mir angenommen wurden auf Steilstrecken nur Halbzüge mit 19 Wagen befördert.

Dieser Betriebsablauf soll einen Tipp geben, was man auch auf einer kleinen Waldbahnanlage betrieblich alles umsetzen kann. Sehr oft fahre ich auch mit den US-Zügen deutlich einfachere Konzepte. Wie aber bereits bei den rumänischen Bahnen macht es einfach Spaß die Kiste mit Baumstämmen oben auszuleeren und per Zug hinunter nach Ronja Springs zu fahren.

Und da es gerade noch hell genug ist draußen (Montag 19:15), werde ich das jetzt auch noch mal machen ;-)

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