BCL&RR – Wartungsarbeiten an „Maggie“
Kurz vor dem wohl letzten Fahrtag in 2010 habe ich Anfang Oktober die Wartungsarbeiten an meiner Forney „Maggie“ durchgeführt. Eigentlich war dies für die Winterzeit geplant, da ich jedoch bei den letzten Fahrtagen massive Probleme und Mängel zu verzeichnen hatte wollte ich diese für den nächsten Fahrtag behoben haben.
Für das Zerlegen der Lok und abnehmen des Dampfkessels bin ich mittlerweile sehr gut geübt und braucht nur noch ca. 20 Minuten. So konnte ich mich nun an die Arbeiten machen. zunächst wurde die gebrochene hintere Dachstrebe im Führerhaus repariert und der Injektor gründlich gereinigt. Danach wurde die vordere Rahmenabdeckung entfernt und die Pufferbohle mit samt Seilwinde demontiert. So konnte ich nun auch den völlig verbogenen Schutzräumer entfernen und ich habe ihn durch eine neue Konstruktion aus 10x10mm Vierkantstahl ersetzt.
Beim schritt weisen Zusammenbau wurden diverse Leckagen neu abgedichtet und auch das Bremsgestänge unter der Lok neu eingestellt und gerichtet. Hier hatte sich auch Dreck zwischen den Bremsbacken und den Trägern angesammelt, so dass die Bremsbacken nicht mehr flächig am Rad anliegen konnten.
An der Achspumpe gab es ein weiteres Problem. Diese förderte seit einiger Zeit nur noch 50% der Wassermenge. Ein deutliches Zeichen daß eine Pumpe durch ein verstopftes Ventil ausgefallen war. Wie sich zeigte war in einem der Messing-Fittinge die ich beim Neuaufbau verwendet hatte eine kleine Metallschraube eingesetzt. Diese hatte dafür gesorgt, dass die Edelstahlkugel in dem Messinggehäuse fest rosten konnte. Es wurde alles gereinigt und die Schraube durch einen Messingbolzen ersetzt. Ansonsten konnte ich auch nach fast 2 Jahren keine Verkalkung oder Verkeimung an den Pumpen feststellen.
Da ich an den letzten Fahrtagen den Injektor wegen Verschmutzung manchmal nicht nutzen konnte und dieser im Betrieb ausgebaut und gereinigt werden musste, habe ich über dem Ansaugstutzen im Wassertank ein feines Sieb installiert welches den Dreck abhalten soll. Somit sollte auch der Injektor künftig zuverlässiger arbeiten. Stück für Stück ging es dann an den Zusammenbau der Lok, bei der weitere Rohrleitungen und Verschraubungen auf Dichtigkeit geprüft wurden und der eine oder andere Dreck mit Petroleum abgewaschen wurde.
Eine der letzten Arbeiten an der Lok war der Umbau der Kolbendichtungen. Hier habe ich unter die damals angefertigten Kolbenringe aus Teflon einen O-Ring aus Viton untergelegt. Dazu wurde die Nut entsprechend vertieft. Der O-Ring drückt nun den Teflonring soweit auseinander, dass dieser im Durchmesser ca. 1mm übersteht. So wird er sanft gegen die Zylinderwand gedrückt.
BCL&RR – Logging-Show in Gustavsburg
An diesem Fahrtag beim Verein in Gustavsburg habe ich die neue Seilwinde an der Forney vorgeführt. Das Verladen der Baumstämme kam bei den Gästen sehr gut an.
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BCL&RR – Umbau des Caboose
Für den US-Fahrtag in Gustavsburg Ende August habe ich mir nun doch mal vorgenommen auch meinen Caboose zu überholen. Im Grunde war er noch nie wirklich fertig geworden, da ich dem Wagen unter anderem auch eine Inneneinrichtung verpassen wollte.
Neben der Einrichtung musste ich aber auch ein paar Änderungen am Wagen selbst vornehmen. Die Türen hatten zum Beispiel viel zu kleine Fenster und die Kanzel auf dem Dach war viel zu groß geraten. Alles zusammen lies die Caboose recht spielzeughaft aussehen. Anbei zwei Bilder vom alten Zustand.
Somit begann ich zunächst den Wagen zu zerlegen. Da die Bretterverkleidung des Wagenkastens nur mit Nägeln aufgebracht war konnten die Türen an den Stirnseiten neu angefertigt werden. Dabei habe ich die Fenster 1cm breiter ausgeführt und die Tür auf der Seite der Kuppel um 1cm zur Seite verschoben. Im direkten Vergleich hat sich der Umbau der Türen sehr gelohnt.
Auch die Kanzel wurde nun vom Dach entfernt und ich habe in Anlehnung an eine C&S-Caboose eine neue Kanzel mit schrägen Seitenwänden gebaut, die mir viel besser gefällt. Bei dieser Aktion wurde auch gleich das Dach mit Stoff bezogen wie es mittlerweile bei meinen Modellen üblich ist. Die Kanzel wurde aus Sperrholz und Leisten aufgebaut und ist nun 2cm länger als die alte und gut 2-3cm niedriger. Das Gesamtbild sieht nun viel stimmiger aus finde ich. Im Vergleich ist links noch die alte Kanzel zu sehen.
Nun ging es an die Inneneinrichtung in dem bisher leeren Wagen. Zunächst wurde der Hochsitz gebaut der dem Bremser die Sicht aus der Kanzel ermöglicht. Hierzu wurden einfach Sperrholzreste zusammen geleimt und genagelt. Auf der Seite mit dem Hochsitz wurde dann noch ein Werkzeugkasten mit Sitzbank eingebaut. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich neben dem Hochsitz ein Schreibtisch mit Stuhl und in der anderen Ecke ein alter Kanonenofen, damit es im Winter nicht all zu kalt wird.
Zum Abschluss wurde der Caboose neu beschriftet und trägt ab nun die Nummer 7 und kann beim nächsten Fahrtag wieder dem Betrieb übergeben werden.
BCL&RR – Güterzug mit der neuen Boxcab
Nachdem ich meine Diesellok in die neue Boxcab umgebaute habe nutze ich diesen Fahrtag in Gustavsburg für einige Probefahrten mit der neuen Lok. Am Haken hatte sie alle meine Güterwagen mit dem Caboose.
BCL&RR – Workreport März 2010
In den letzten Tagen habe ich meine beiden Güterwagen neu lackiert und mit ein paar Details verbessert. Die alte Ausführung erinnerte zu sehr an Spielzeug und da ich noch einen 3. Wagen dieser Bauart bauen möchte, aber kein Holz mehr in der gleichen Naturfarbe habe hätte ich mir eh was einfallen lassen müssen.
Die Kupplungen der Wagen wurden nun schwarz lackiert, ebenso Achslager und die ehemals blanken Radsätze. Die Wagen wurden in „lehmbraun“ gestrichen und die Holzbohlen auf dem Flachwagen Dunkelgrau nachgebeizt. Am Boxcar wurden zusätzlich die Beschläge schwarz lackiert und das Dach bekam eine neue Haut aus Leinentuch.
Ich denke der Aufwand hat sich gelohnt und die Wagen wirken zumindest für mich nun viel modellhafter als zuvor. Parallel habe ich bereits angefangen den Gravel-Car „aufzuarbeiten“. Dieser wird wohl kommende Woche fertig werden.
Zwischendurch hat der Workcaboose noch eine 3-Punkt-Lagerung für die Drehgestelle erhalten, damit dieser auch bei unebenen Gleisen nicht so leicht entgleisen kann.
Als ich damals den Mannschaftswagen aus einer fixen Laune heraus gebaut habe wollte ich mir die Kosten für neue Radsätze sparen und habe ein Design gewählt dass auf einem Paar gewöhnlicher Disconnects (Waldbahn-Trucks) läuft gewählt. Mittlerweile gefiel mir aber dieses Konstrukt nicht mehr so sehr, zumal so immer ein Paar der Disconnects für den Mannschaftswagen verplant war. Da ich im letzten Jahr einige Radsätze für neue Wagenprojekte erworben hatte wollte ich nun auch dem Mannschaftswagen seine eigenen Drehgestelle verpassen.
Die Bauart der Drehgestelle ist an frühe Ausführungen um 1870 angelehnt mit Holzträgern. Die einfachen Achslager entstanden aus Kupferrohr-Endkappen und Stahlwinkeln. Die Winkel wurden hierzu auf der Fräse mittels Rundtisch passend zu den Endkappen ausgefräst und die Teile anschließend verlötet.
Für den Holzrahmen wurden Dachlatten in 20x20mm bzw. 20x40mm Leisten gesägt und mit Spaxschrauben und Gewindestangen verschraubt. Die Holzteile wurden zusätzlich verleimt um entsprechende Stabilität zu erhalten. Gemäß der Vorlage wurde zwischen den Holzträgern und den Achslagern noch eine Strebe eingesetzt um die Kräfte gleichmäßig zu verteilen. Die Metallteile wurden schwarz lackiert während die Holzteile in einem Grau-Braun gebeizt wurden.
Am Wagenboden mussten natürlich die Aufnahmen für die Drehgestelle neu angefertigt werden. Die alten Querträger lagen zu tief und zu weit außen um die neuen Drehgestelle aufzunehmen. Bei der Montage der Drehgestelle wurde auch gleich auf eine 3-Punkt-Lagerung geachtet um einen sicheren Lauf im Gleis zu gewährleisten. Am Wagenkasten wurden außerdem ein paar Spannschraubenimitate ergänzt und natürlich die Kupplungen.
Somit steht der Wagen nun auf seinen eigenen Drehgestellen und kann unabhängig von den Disconnects eingesetzt werden. Durch den Umbau ist der Wagen nun im Übrigen ein ganzes Stück tiefer gekommen und paßt so auch besser zum restlichen Rollmaterial.


























































