[BCRR] Instandsetzung der Forney beginnt

Posted by Gerd on Donnerstag, 12 Mai 2016 (Comments Closed)

Wie gestern schon angekündigt habe ich mich am Abend über die Forney her gemacht. Zunächst wurde sie mit dem Hebezug auf den Werktisch gewuchtet und ein letztes Bild der „2015-Version“ aufgenommen.

Danach ging es ans Zerlegen der Lok. Schraube für Schraube und Segment für Segment schrumpfte die Lok nach und zusammen bis nur noch das Fahrwerk da stand. Nebenan türmten sich derweil die abgebauten Baugruppen auf. Auch der Kessel ist unten rechts noch zu erkennen.

Beim Befahren der 3-Wegweiche hatte sich im Januar herausgestellt, daß in einer Fahrtrichtung die ganze Lok sich verklemmt. Erster Verdacht war, daß es an der Weiche liegt. Doch bei Rolltests mit dem Fahrwerk schien das Problem doch eher an der Rahmenverlängerung zu liegen. Also habe ich zwei Wasserwaagen angelegt und ein wenig gemessen und verglichen. Wie sich zeigt habe ich damals nicht ganz so exakt gearbeitet wie gedacht. Aber auch die vermeintliche Mitte des Drehgestellbalkens ist nicht in der Mitte. Kurz gesagt, das Drehgestell hat in einer Linkskurve weniger Seitenausschlag als in einer Rechtskurve.

Folglich habe die Aufhängung und vor allem die Abstützung des Drehgestells angepaßt. Die Aufhängung wurde am Rahmen weiter nach hinten verlegt (die alten Schraublöcher sind noch gut zu erkennen) damit die Deichsel und der Querriegel beim Feuerziehen nicht mehr im Weg sind. Hinten rechts ist auch die neue Abstützung des Drehgestells gegen den Rahmen zu erkennen, mittels federbelasteter Schraube. Die Deichsel muß hier aber noch angepaßt werden. Parallel wurde auch die Achspumpe ausgebaut. Diese war schon lange nicht mehr dicht und das kalte Speisewasser sorgte beim Betrieb für starke Druckschwankungen. In der Folge wurde der Kessel in der letzten Zeit fast nur noch mit Injektor gespeist und die Achspumpe kam kaum noch zum Einsatz.

Bevor die Bodenplatte für das Führerhaus wieder montiert wurde habe ich noch die Handbremse gerichtet. Hier hatte sich ein Aufwurfhebel von der Bremswelle gelockert. Dieser wurde neu verstiftet und somit ist auch die Handbremse nun wieder funktionsfähig. Zum Abschluß des Bastelabends habe ich noch die hinteren Rangiertritte gerichtet und das neue Wasserventil für den Injektor für den Einbau vorbereite. Ein richtiges „Scale-Model“ im Vergleich zu dem alten Kugelhahn.

Hätte mich der Radiosprecher nicht mit der aktuellen Uhrzeit erschreckt hätte ich wohl noch Stunden weiter basteln können. Es hat richtig viel Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, wenn es weiter geht.

[BCRR] – Projekt „Bear Creek Lumber & Railroad – 2016“

Posted by Gerd on Mittwoch, 11 Mai 2016 (Comments Closed)

Hallo Waldbahnfreunde,

wegen der vielen Probleme und Mängel an meinen 5″-Fahrzeugen, darunter der schwere Triebwerksschaden an der Shay und die Probleme mit der Forney, habe ich mir nun vorgenommen 2016 eine komplette Aufarbeitung durchzuführen. Dazu zählt die Aufarbeitung beider Dampfloks, nötige Reparaturen an allen Wagen, Umbau der alten 2-Achser Güterwagen in 4-Achser, Verbesserung und Korrekturen des Kupplungssystems, Handbremsen an den Personen- und Güterwagen und noch einiges mehr…

Die neue 2016-BCL&RR wird sich wieder aus zwei „Zugsets“ mit je 10 Modellen zusammensetzen. Auf der „Logging Division“ werden weiterhin die Shay mit den Waldbahntrucks und den beiden Bauwagen eingesetzt, während die Personen-, Güterwagen, Forney und Boxcab den Bereich „Short Line Operation“ abdecken. Letztere wird im Zuge des Umbaus wohl auch ein Facelift erhalten, inspiriert von der Wiscasette, Waterville & Farmington Railway. Letztlich möchte ich die Zeit auch nutzen endlich mal all die kleinen Ideen und Details umzusetzen, die ich immer vor hatte aber nie gemacht habe.

Hier ist eine erste Übersicht, wie es in etwa werden soll. Änderungen natürlich vorbehalten. Die Flachwagen sind mit Steckbaren Seitenwänden oder Pulpwood Racks sehr vielseitig einsetzbar.

Paints_v2016

Anfangen möchte ich heute Abend mit der Forney, da ich für deren Reparatur alles bereits da habe und sie womit wohl recht schnell fertig sein sollte.

Updates und Berichte folgen dann in den nächsten Wochen & Monaten !!

Gerd

[BCRR] – Zu Gast in Zürich/Tüffenwies

Posted by Gerd on Montag, 9 Mai 2016 with 1 Comment

DSC_3268Hallo,

vergangenes Wochenende waren wir wieder zu Gast beim Dampd-Modell-Club Schweiz auf deren wundervollen Anlage an der Tüffenwies in Zürich. Dieses Jahr hatten wir zwar keinen Regen und durchgehend strahlenden Sonnenschein, dafür gab’s am Samstag eine schwere Entgleisung der Shay auf einer defekten Weiche. Die Schäden an der Lok konnten vor Ort nicht behoben werden und werden auch in der eigenen Werkstatt sehr viel Aufwand benötigen. Details folgen weiter unten. Hier gibt’s nun erstmal ein paar Bilder.

Wie schon eingangs erwähnt entgleiste die Shay #1 am Samstag auf einer Einfahrtsweiche des neuen Bahnhofes. Ursache war wohl eine defekte Weiche, an der die Stellstange gebrochen war. Demzufolge lagen die Zungen nicht richtig und die Lok fiel regelrecht mit dem ersten Drehgestell in die Weiche, wodurch sie abrupt zum Stehen kam. Dabei verdrehte sich das vordere Drehgestell allerdings soweit, daß es den gegebenen Anschlag überwand und die Kardanwelle eingeklemmt hat. Letztlich riß die Welle am drehgestellseitigen Kardangelenk ab und übte gleichzeitig einen heftigen Schlag auf die Kurbelwelle aus. Diese ist im Bereich der vorderen Exzenterscheiben verbogen und zusätzlich hat es vermutlich den Maschinenträger verbogen, da der vordere Zylinder nicht mehr senkrecht steht. Die Instandsetzung wird sich vermutlich einige Zeit hinziehen.

Letztlich ist dieser Schaden sehr authentisch für eine Shay dieser Zeit, da er auch bei den Vorbildern häufig mal aufgetreten ist. Daher hat Lima später die großen Kurbelwellengehäuse gebaut, auf denen die Zylinder einzeln aufgesetzt werden. Somit war dieser Abschnitt deutlich stabiler.

Zusätzlich zur Lok haben auch die Wagen durch Entgleisungen Schäden davongetragen. Aktuell dürfte so gut wie jedes Fahrzeug reparaturbedürftig sein :-( Nun ja. Ich wollte ja wieder mehr Waldbahn bauen… aber ich hatte mir das eig. anders vorgestellt…

Als Entschädigung habe ich einige Runden mit dem Dampftraktor von Georges gedreht. Ein wirklich tolles Gefährt und ich muß zugeben – ich bin ein wenig verliebt. Man braucht keine Gleise… kann nicht entgleisen… ;-)

Grüße, Gerd

[BCRR] – Neue Achslager für die Shay

Posted by Gerd on Montag, 2 Mai 2016 (Comments Closed)

Guten Abend,

endlich geht es wieder an meinen Waldbahnen weiter, nachdem mein Straßenbahnprojekt in den letzten Zügen liegt.

20160209_220034Als wir in Januar beim Echtdampf-Hallentreffen mit den großen 5″-Loks unterwegs waren fiel mir am Sonntag auf, daß die Shay sich kaum noch schieben ließ. Eigentlich rollt sie selbst kalt sehr leicht und nun brauchte man schon richtig kraft. Zudem war schon seit einiger Zeit immer mal wieder ein Quietschen zu vernehmen, dessen Herkunft nicht lokalisiert wurde. Zeit sich der Sache mal genauer anzunehmen. Die Lok wurde noch vor Ort aufgebockt und ein Probelauf gemacht. Eigentlich bewegte sich alles leichtgängig und frei. Doch plötzlich bemerkte ich, daß die Achsen in ihren Lagern Höhenspiel von 2-3 mm hatten…. Das war auf Grund der Bauform gar nicht möglich !!! Mir ahnte übles…

Zum Test wurde ein Drehgestell abgenommen und eine der Achsen ausgebaut. Was sich dann offenbarte war das Ergebnis unglücklicher Materialpaarung und rund 1500km Fahrleistung. Die 8mm Achsstummel, welche in einfachen Nadelhülsen gelagert waren, hatte es teilweise auf 4mm abgeschliffen. Die Nadeln hatten sich aus den Käfigen gelöst und lustige Muster in die Achsen gefressen.

Der Schock saß erstmal tief und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich an die aufwändige Reparatur machen konnte/wollte. Die Lösung war für mich schnell klar – Neue Achsen mußten besorgt/gedreht werden und alle 8 Achslager wurden auf Kugellager umgebaut. Bei der Demontage der Drehgestelle wurde auch erste Abnutzung an den seitlichen Antriebswellen bemerkt, welche ebenfalls in einfachen Nadellagern gelagert waren. Dank sehr niedrig bauender Kugellager konnte ich auch diese ersetzen.

Die neuen Achsen hatte ein Bekannter von uns angefertigt. Die Achslager wurden alle komplett zerlegt, was wegen der Schraubbauweise bis auf eines auch ohne Probleme von Statten ging. Speziell gefertigte Hilfsmittel ermöglichten das Einspannen der Teile im einzelspannenden Vierbackenfutter zur Bearbeitung. Die neuen Lagersitze wurden gedreht und im Anschluß alles wieder montiert.

Nach einigen Abenden hing die Shay dann wieder komplett am Haken. Erste Rolltests waren sehr vielversprechend. Am vergangenen Samstag wurde das gute Wetter dann genutzt und die Lok im Garten auf 11,5m Teststrecke angeheizt. Ein paar befreundete Nachbarskinder kamen vorbei und nachdem ich Karl die Bedienung der Lok erklärt hatte war deren Nachmittag gerettet.

3 Stunden stand die Lok unter Dampf und ist ohne Probleme gefahren. Somit kann es an Himmelfahrt wieder in die Schweiz nach Zürich gehen.

Grüße, Gerd

[Fn3] – Sound für Shay #5

Posted by Gerd on Donnerstag, 7 April 2016 with 2 Comments

Hallo Waldbahnfreunde,

heute berichte ich mal von einem Langzeitprojekt der letzten 2 Jahre (!).

Im Mai 2014 habe ich meine alte Bachmann-Shay in 1:20,3 wieder reaktiviert, die gebrochenen Zahnräder geflickt und die Lok mit Fernsteuerung und Akkus ausgerüstet. Mittlerweile hat sie einen neuen Fahrregler bekommen, der nicht mehr fiepst und somit weniger nervig klingt. Aber wenn die große Dampflok so leise über die Gleise rollt, klingt das irgendwie „leer“.

Also habe ich mich letztlich für ein Soundmodul entschieden. Dieses habe ich bei DIETZ nach meinen Wünschen konfigurieren lassen (Holzfeuerung, keine Luftpumpe, anderer Glocke). Die Sondersounds können über die Fernsteuerung abgerufen werden. Dazu zählen Glocke, Pfeife, Pfiff, Bremsenquietschen, Entwässerungshähne. Grundgeräusche bilden das Nachlegen von Feuerholz, Sicherheitsventile und Injektor.

Der Lautsprecher wurde im Kobelschornstein verbaut und die Elektronik in der Feuerbüchse bzw. im Tenderaufbau verstaut. Viele Modell-Shay-Sounds generieren zu wenig Chuffs, so daß ich als Besonderheit einen eigenen Taktgeber verbaut habe mit 6 Magneten und einem Hall-Sensor. Dieser erzeugt einen 6/6-Takt synchron zur Dampfmaschine. Die Teile wurden noch farblich behandelt und fallen kaum noch auf.

Durch entsprechende Bedienung kann während der Fahrt, wenn die Geschwindigkeit gedrosselt wird, das Soundmodul in einen Leerlauf-Modus schalten und somit ist ein recht realistisches Fahrgeräusch umsetzbar. Anbei ein paar Beispiele dazu.

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Grüße, Gerd