Das Molino-Projekt – Kessel und Rahmen
Wieder ist ein großes Stück geschafft am Umbau meiner Atlas-Shay.
Für den Kessel der Molino Shay verwende ich das N-Gehäuse und arbeite dieses entsprechend um. Zunächst wurden daher alle Anbauteile entfernt, bis nur noch das Weißmetall-Gehäuse übrig ist. Dann geht’s zur Sache. mit Fräse und Dremel werden zunächst alle Teile entfernt, die nicht mehr benötigt werden. Im Bereich des Rahmens werden große Teile des weg gefräst, da hier ein neuer Rahmen aus 2x1mm U-Profil angebracht werden soll. Dabei berücksichtige ich auch die asymmetrische Form des Rahmens, die beim Atlas-Modell leider fehlt.
Deutlich mehr Aufwand bereitet immer der Bereich, in dem beim N-Modell die Luftpumpe und der Luftkessel für die Bremsanlage platziert ist. Dieser Bereich verdeckt geschickt das Fahrwerk, welches wegen der asymmetrischen Kessellage einer Shay-Lok sonst hier aus dem Kessel heraus ragen würde. Demzufolge klafft im Gehäuse nach dem wegfräsen der nicht benötigten Bereiche ein großes Loch. Man kann dieses nun mit Kunststoff Füllstücken wieder weitestgehend verschließen oder verdecken. Ich habe mich zu zweitem entschieden, da hier ohnehin eine Werkzeugkiste platziert werden sollte. Mit der Kist und dem Fass ist der Bereich schnell und einfach kaschiert. Den Rest wird später die Farbe erledigen.
Wie oben bereits erwähnt erhält die Lok einen typischen Rahmen aus U-Profil. Dazu wird teilweise auch die Bodenplatte aus 0.8mm Messing ersetzt. Wo möglich werden die U-Profile und die Bodenplatte verlötet, am Shay-Gehäuse mit Sekunden- oder Kontaktkleber verklebt. Übrigens ist mir die Trittstufe an der vorderen Pufferbohle versehentlich abgebrochen. Das hat nichts mit dem Umbau zu tun.
Den Schornstein für die Lok habe ich nach einem Foto aus Messing gedreht. Da die verwendete Loklaterne etwas größer ist als die des Vorbilds habe ich den zweiten Schornstein dann etwas höher gemacht, damit alles noch gut zusammen paßt. Ich denke mit dem Führerhaus wird das später erst den richtigen Gesamteindruck ergeben.
Bleibt zuletzt noch etwas Detailarbeit am Rahmen. Aus 0.5mm Messingdraht wurde die Rahmenverspannung ergänzt und aus weiteren Drahtstücken der Bremszylinder. Somit ist der Gehäuse“umbau“ erledigt und es kann an die neuen Aufbauten für Führerhaus und Tender gehen.
Molino-Shay – Dampfmaschine und Kardanantrieb
Und weiter geht’s an der Molino-Shay.
In meiner Shay-Restekiste fand ich noch zwei Dampfmaschinen die bei früheren Umbauten übrig geblieben waren. Dabei handelt es sich um Dampfmaschinen der späteren Auflagen, welche aus Messing gegossen sind und nicht aus Weißmetall. Diese kann man auch an der Größe der Zylinder erkennen, denn die Messing-Version ist etwas größer.
Eine Messingdampfmaschine habe ich zersägt und so lange befeilt, daß sich daraus eine 2-Zylinder-Dampfmaschine zusammen setzten läßt. Da die Teile ja aus Messing sind konnte ich diese anschließend zusammen löten. Auch die Kurbelwelle wurde entsprechend gekürzt. und mit den Kardanwellen vormontiert für den späteren Einbau. Die Dampfmaschine wurde an den Maschinenhalter geklebt.
Wie so oft lief natürlich nach dem Zusammenbau erstmal gar nichts mehr so gut. Es brauchte viel Justierarbeit und etwas Feinschliff. Zum Beispiel habe ich beim hinteren Drehgestell einen Radsatz getauscht, so daß nur das Kegelrad vom vorderen Drehgestell den Kardanantrieb antreibt und somit keine mechanischen Spannungen entstehen können. Am Ende bin ich mit den Fahreigenschaften soweit zufrieden. Auch der 23cm Radius auf meiner Waldbahn ist kein Problem.
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Nun ist der schwierigste Teil geschafft. Zwar wird der Umbau des Gehäuses auch noch viel Arbeit machen, aber das sehe ich als weniger kritisch als das mechanische Fahrwerk der Shay.
H0e – 10 ton Molino-Shay
Für meine H0e-Waldbahn kam mir neulich eine Idee für eine weitere Shay in den Sinn. Schon lange habe ich mich in eine der kleinsten Shay’s verguckt, welche Lima gebaut hat – Die Class A 10ton „Molino-Shay“. Der Name stammt von der Molino Timber Company, bei der das Vorbild auf 760mm Spur im Einsatz war.
Als Basis für meinen Umbau verwende ich eine Atlas-Shay in Spur N. Die Größe der Drehgestelle und die Breite der Lok passen sehr gut zum Vorbild. Der Kessel ist zwar etwas größer, aber solche Abweichungen nehme ich im Kauf, sofern der Eindruck des Modells am Ende stimmt.
Da die originale Atlas-Shay zu lang für den Umbau ist habe ich mich zunächst mit der Idee beschäftigt den Rahmen zu zerschneiden und wieder zusammen zu setzen wie ich es schon bei früheren Umbauten gemacht habe. Doch am Ende kam mir eine andere Idee. Ich habe den neuen und um 9mm kürzeren Rahmen als 3D-Modell gezeichnet und in Messing „drucken“ lassen.
Der Rahmen wurde in allen wichtigen Punkten dem Atlas-Vorbild nachgebaut, so daß viele Teile wieder verwendet werden können. Dennoch sind einige Umbauten erforderlich. Nach dem Einsetzen der Isoliereinsätze und Stromkontakte wurden die Drehgestelle eingesetzt. Da die H0e-Kupplung bereits am Rahmen ist, müssen die Drehgestelle zerlegt werden, da sie sonst beim Einsetzen mit den Blenden an den Kupplungen hängen bleiben.
Deutlich mehr Aufwand erfordert der Motor. Zunächst müssen Schnecken und Schwungmassen von den Motorwellen abgezogen werden. Da die Schnecken keine Durchgangslöcher haben müssen diese in der Drehbank erstmal vor Kopf aufgebohrt werden. Das Abziehen mache ich auf der Fräse, in dem die Welle aus den Schnecken und Schwungmassen ausgedrückt wird. Vom Motor werden die Plastikhalter entfernt, damit die Motoreinheit kürzer wird. Der Motor wird später mit Montageband eingeklebt. Auch die Schwungmassen müssen auf der Drehbank in der Form angepaßt werden, damit alles paßt.
Wie sich am Ende herausstellte habe ich mich aber dennoch bei der Konstruktion vermessen oder verzeichnet… Der Motor liegt gut 0,7mm zu hoch auf dem Rahmen. Nach einigem Tüfteln konnte ich das Problem lösen, in dem ich neue Schnecken mit 5mm Durchmesser angefertigt habe. Nun greifen die Schnecken auch in die Zahnräder. Nachdem die Stromkontakte mittels Lackdraht verbunden waren habe ich auch den Motor noch angeschlossen und die erste Probefahrt verlief sehr vielversprechend.
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Als nächstes gilt es nun den seitlichen Kardan mit der verkleinerten Dampfmaschine wieder zu montieren. Wenn auch dieser Teil geschafft ist, ist das schlimmste des Umbaus überstanden.
LVLC – Umbau Waycar #67
Hin und wieder zurück und dann doch wieder ganz anders…
Nachdem ich vor kurzem ja dem Crew Car wieder die originalen Drehgestelle verpaßt hatte, wurde der Wagen nun doch noch mal umgebaut. Nach eingehender Überlegung werde ich die Drehgestelle nun doch für den Boxcar verwenden, nachdem sich die anderen vorhandenen LGB-Drehgestelle als ungeeignet herausgestellt hatten.
Somit fiel der Entschluß den ohnehin kürzeren Crew Car zum 2-achsigen Way Car umzubauen. Die Ozark-Achslager und Achsen waren schnell bestellt und somit konnte es auch gleich an den Umbau gehen, bevor ich es mir wieder anders überlege…
Zunächst mußten die beiden Querhölzer entfernt werden und aus zwei passenden Leisten wurden neue Längsträger zugeschnitten an denen die Achslager mit 2K-Kleber angeklebt wurden. Die Leisten wurden dann zusammen mit den Radsätzen unter den Wagenrahmen geklebt. Die neuen Teile werden später noch gealtert, wenn auch der Boxcar soweit ist.
Da ich den Wagen nun eh schon mal in Arbeit hatte habe ich auch endlich die seit Jahren vorgesehen Inneneinrichtung eingebaut. Damit ist der Way Car nun fertig für die ersten Einsätze und ich finde, die 2-achsige Version steht ihm viel besser als die Drehgestelle vorher.
Nun fehlt bei den Wagen der LVLC nur noch der Boxcar…
LVLC – 3 weitere Skeleton Log Cars
Guten Abend,
in den letzten Tagen habe ich die drei neuen Skeleton Log Cars für meine Garten-Waldbahn fertiggestellt. Die Wagen habe ich analog zu den der ersten Serie gebaut und es gibt nur geringe Abweichungen.
Zunächst habe ich die nötigen Beschläge aus Messing angefertigt. Für einige Teile die mehrfach gebraucht werden habe ich dazu Stränge mit dem passenden Profil angefertigt und diese dann in die benötigten Stücke geschnitten.
Anschließend wurden die Teile mittels Anschlag auf dem Koordinatentisch gebohrt. Die Messingteile wurden brüniert um ihnen bereits die nötige Grundfärbung zu geben. Parallel wurden die Holzteile angefertigt. Die benötigten Leisten wurden aus alten Holzstücken geschnitten und gebeizt.
Für die LGB-Drehgestelle habe ich mir passende Metallradsätze mit niedrigen Spurkränzen besorgt. Nachdem alle Wagen montiert waren wurde diese noch gealtert und anschließend beschriftet. Somit stehen mir nun 6 Langholzwagen zur Verfügung.
Als letztes möchte ich nun noch einen Boxcar bauen.



















































