[Gazette] Timberroads – Details, Hintergründe, Verweise
Hallo Waldbahnfreunde,
mich erreichten über verschiedene Kanäle Anfragen zu Hintergründen und Verweisen zu Waldbahnen mit Holzgleisen. Daher habe ich in den vergangenen Tagen hierzu ein paar Nachweise und Quellen zusammengetragen die im Internet zu finden sind und darüber hinaus noch Hinweise auf Literatur zu diesem Thema.
Auf das Thema wurde ich aufmerksam, als ich nach Vorbild-Lokomotiven zu meiner kleinen Toma-Shay in H0e gesucht habe. Neu war mir der Sachverhalt nicht, aber noch nie habe ich mich derart in der Tiefe damit beschäftigt.
Jedenfalls bin ich bei meiner Recherche nach Bildern auf folgende Lokomotiven aufmerksam geworden.
Lima Shop# 172 – „Bishop Lumber Co.“
Lima Shop# 174 – „Jones, S. A. & Son“
Lima Shop# 191 – „Dixon Sawmill“
Lima Shop# 289 – „Leavitt & Leavitt #4“
Lima Shop# 628 – „Warnell Lumber & Veneer Co. #2“
Diese Lokomotiven wurden auf Holzgleisen eingesetzt, was aus den verlinkten Bildern ersichtlich ist und teilweise auch explizit erwähnt wird. Für den Einsatz auf hölzernen Gleisen wurden spezielle Räder verwendet mit breiten Laufflächen und hohen Spurkränzen. Diese Räder sind gut bei der Lok #174 zu erkennen.
Ausgehend von diesen Loks habe ich mich in den Lieferlisten von Lima nach weiteren Shay-Lokomotiven umgeschaut. Folgende Lokomotiven sind per Quellen- oder Bildnachweis auf Holzgleisen im Einsatz gewesen.
#57, #89, #168, #172, #174, #191, #196, #254, #289, #290, #300, #403, #434, #433, #439, #469, #477, #516, #617, #628
Das Spektrum reicht dabei von kleinen 7-Tonnen Shays (#57) bis hin zu 17-Tonnen (#628) und Spurweiten von 30″ bis Regelspur (#191).
Eine Besonderheit ist Lok #254, die mit einer Spurweite von 60″ (1524mm) angegeben ist und vermutlich mit Rädern für eine sogenannte Pole-Road ausgestattet ist, bei der Baumstämme als Gleis verwendet wurden. Solcher Gleisoberbau war sonst nur in Verbindung mit Climax-Lokomotiven üblich.
Doch wie war der Gleisoberbau beschaffen? Hierzu gibt es einen guten Artikel unter folgendem Link über die Waldbahn der D. H. Eastin & Company.
Bei dieser Waldbahn war die Class A Shay #57 mit 7 Tonnen Dienstgewicht für ca. 10 Jahre im Einsatz. Der Bericht beinhaltet wenige Bilder auf denen aber der Gleisoberbau aus Holz zu erkennen ist. Des weiteren wird in der Mitte des Artikels erläutert, daß sich ein kurzer Abschnitt des originalen Gleises erhalten hat und somit der genaue Aufbau rekonstruiert werden konnte. Angegeben sind hier zwei Lagen Hartholzbrettern übereinandern mit jeweils 2×5″, also ca. 5×12,5cm, was eine Gesamtgröße von 10×12,5cm ergibt. Die Gleisbretter liegen dabei flach und nicht hochkant. Die Gleise wurden meist mit Holzstiften befestigt, da sich Nägel sonst in die Räder der Fahrzeuge eingefahren und diese beschädigt hätten. Je nach verwendetem Holz und Abnutzung wurden manchmal zusätzlich Blechstreifen auf den Hölzern verwendet. Auch Weichen wurden aus Holz gebaut, welche meist als Schleppweichen ausgeführt waren und zusätzlich ein bewegliches Herzstück aufweisen. Die wenigen Quellen hierzu fanden sich ausschließlich in der Fachliteratur.
Weiterführende Informationen, besonders zu den Tramroads der Carolina Sandhills sind in der Buchreihe „Railroading in the Carolina Sandhills“ zu finden.
Bei weiteren Fragen helfe ich gerne weiter, sofern ich kann :-)
Grüße, Gerd
[YLPC] Da fehlt doch noch ein Wasserturm
Hallo Leute,
als ich munter am Begrünen war kam mir in den Sinn, daß hier noch ein Wasserturm fehlt. Klar könnte man faul sagen „Ach der, der steht außerhalb der Platte“, aber wo bleibt da der Bastelspaß. Also habe ich mir aus der Restekiste einige Hölzer zusammengesucht und meinen Vater gebeten mir seinen On30-Wasserturm-Auslass in halber Größe in 3D zu drucken.
Die Basis des Wassertanks besteht aus einem Stück Rundholz, das ich auf der Drehbank ausgedreht habe. Eine passende Scheibe aus Acrylglas dient später als Wasseroberfläche. Das Holzstück mit der Bretterstruktur stammt vom Sägewerksbausatz und blieb dort übrig. Die Spannbänder sind aus 0.4mm Draht angefertigt.
Für das Ständerwerk habe ich aus verschiedenen Holzleisten Trestle-Bends gebaut. Zum Abschluß erfolgt ein ganz leichtes Weathering um die Holzstruktur hervorzuheben. Die Glasscheibe wurde noch mit Woodland Wasser-Effekten betupft. Das Ergebnis schaut richtig gut aus. Übrigens ist der Wasserauslauf beweglich und ist mit dem Gegengewicht verbunden.
Bis nächste Woche, Gerd
[YPLC] Das Sägewerk an seinem Platz
Hallo zum zweiten Teil.
Das Sägewerk wurde aus dem ersten Segment platziert. Die Schwellen für die Waldbahnstrecke liegen auch bereits im Sand. Nun können die weiteren Details platziert werden. Das Dach wurde mit 0.4mm Sperrholz und Teerpappe gedeckt. Wie schon im ersten Teil erläutert, möchte ich eine Waldbahn in den ersten Betriebsmonaten darstellen, daher sind die Gebäude und Gerätschaften noch gut in Takt und nicht übermäßig verwittert, wie man es sonst von Modell-Waldbahnen kennt.
Wie auf den letzten Bildern zu sehen wurden mittlerweile auch die Gleisprofile aus Lindenholz 1×1,5mm verlegt. Nun kann es an die Gestaltung der Landschaft und der nächsten Segmente gehen.
Grüße, Gerd
[YPLC] Ein neues Waldbahn-Abenteuer in H0e
Hallo Waldbahnfreunde,
nach langem Grübeln und Verwerfen habe ich nun endlich einen Plan für eine Timber-Tramroad-Anlage, auf der ich meine kleine Toma-Shay einsetzen kann. Vorgesehen sind drei Segmente und eine möglichst umfassende Darstellung einer jungen Waldbahn in den Carolina Sandhills im späten 19. Jahrhundert.
Den Anfang macht heute das Segment mit dem Sägewerk. Von Woodland Scenics konnte ich einen der mittlerweile seltenen Weißmetall-Bausätze der „Tie&Plank Mill“ erwerben. Für meine Pläne mußte ich jedoch einige Teile spiegeln um die Arbeitsrichtung entgegen dem Bausatz von rechts nach links darzustellen. Außerdem war aus Platzgründen die Ausführung als Relief-Gebäude nötig.
Nach dem Verputzen der Bauteile wurden diese wie erwähnt umgebaut und teilweise zu Baugruppen vormontiert. So war die Farbgebung etwas einfacher. Nach dem Grundieren wurden die Teile mit der Airbrush in einem Grundton lackiert und mit einem Wasch in Holzoptik versetzt. Danach wurden die zahlreichen Details mit dem Pinsel coloriert.
Das Sägewerk wurde dann auf der Werkbank vormontiert.
In der nächsten Woche zeige ich euch die abschließenden Details rings ums Sägewerk, sowie den Einbau auf der Anlage.
Grüße, Gerd
Garten- und Landschaftsbau
Hallo Waldbahnfreunde,
die Modellbahn-Projekte stehen aktuell ein wenig im Hintergrund, da wir den unteren Teil unseres Gartens neugestalten wollen. In den letzten Wochen war ich schon schwer aktiv und habe viele Steine bewegt und verbaut.
Der Bereich unter dem Bahnhof wird noch mit einer Holzablagefläche versehen, auf der künftig meine Fahrzeugkisten und Kinderspielsachen verstaut werden können. Den Sockel Das Gelände davor wird noch mit Erde aufgefüllt und soll dann einen neuen Rasen bekommen. Um das aufgefüllte Gelände abzufangen wurde noch eine Stufe aus Sandstein aufgesetzt.
Desweiteren wurden einige Randsteine gesetzt und der alte Betonsockel unter dem Anheizgleis mit Sandsteinscheiben verkleidet. Wenn der Zement abgebunden hat werden die Steine oben bündig abgeschnitten und auch hier eine wettergeschützte Abstellmöglichkeit geschaffen.
Die meisten Steinarbeiten sind nun erledigt. In den nächsten Wochen muß nun der Boden weiter aufbereitet werden, damit wieder Gras wachsen kann. Und ich möchte zeitnah die Abstellflächen fertig bauen.
Grüße, Gerd






























