[CFF] Die Anfänge meiner neuen Krauss-Lok
Bereits vor einem Jahr hatte ich mir eine gebrauchte HF110c (Frank S.) von LGB besorgt, aus der ich die Waldbahn-Lok von Abreschviller nachbauen wollte. Um mich nicht zu verzetteln wurde das Projekt dann aber doch noch rechtzeitig abgebrochen. Doch was sollte ich nun mit der Lok machen? Da ich schon länger an einer Akku-Dampflok als Verstärkung für meine Resita-Lok interessiert war, ging es an die Arbeit die vorhandene HF110c für den Einsatz in Rumänien zu überarbeiten. Von einer Baureihe U von LGB besorgte ich mir einen Satz Zylinder und Steuerungsgestänge, was ich von der HF110c nicht verwenden konnte wurde im Gegenzug verkauft (Tender, Führerhaus, Kleinkram).
Zunächst wurden an den Kurbeln der Achsen die Gegengewichte entfernt. Dazu nutzte ich ein passendes Stück Rundstahl als Schleiflehre. Der Rahmen machte hier einiges mehr Arbeit. Die Zylinder wurden gegen jene der U-Lok getauscht um den typischen „Krauss-Look“ zu erhalten. Als Anregung nahm ich die Vorbildlok 763-247, die unter anderem in Oituz und Commandau stationiert war. Diese Lok besitzt zusätzlich ein 2-achsiges Vorlaufdrehgestell (2’C), welches ich bei meiner Lok jedoch unterschlagen habe. Das Anpassen der Steuerungsträger und der Umbau des vorderen Rahmenteils erforderte ein wenig Tüftelei. Die Pufferbohlen wurden komplett neu aufgebaut und mit meinen CFF-Kupplungen bestückt. Für eine gefällige Proportion wurde der Rahmen am Heck ein klein wenig verlängert und der Rahmendeckel abgeschnitten. Der neue Führerhausboden wurde auf dem bisherigen aufgesetzt, so dass das Führerhaus ebenfalls etwas höher kommt.
Guter Dinge ging es danach mit dem Umbau des HF110c-Kessels weiter. Der Sanddom wurde entfernt und sollte ersetzt werden. Den neuen Schornstein nebst Kobel hatte ich bereits auf der Drehbank aus Stahl angefertigt. Beim ausbohren des alten Schornsteins war mir zwar der Bohrer abgerutscht und hatte ein fieses Loch in die Rauchkammer gerissen, doch das kann man mit etwas Spachtelmasse wieder zu bekommen, so wie auch die anderen Löcher von Anbauteilen.
Doch dann kam das Lokbauprojekt für gut ein halbes Jahr zum Stillstand, da ich ein ganz wichtiges Problem vergessen hatte: WO bringe ich den Akku unter und WIE kann ich ihn zum Laden herausnehmen. Ich verwende 4 Lipo-Akkus für meine derzeit 8 Gartenbahn-Loks, da ich nie alle Fahrzeuge gleichzeitig einsetze und so die Akkus regelmäßiger genutzt und geladen werden. Daher ist es erforderlich die Akkus aus den Loks herausnehmen zu können. Bei den bisherigen Modellen gab es immer einen Tender, den man abnehmen oder öffnen konnte, doch bei der neuen Krauss-Lok nicht.
Eine Lösung fand sich erst im letzten Spätjahr, doch davon erzähle ich euch im nächsten Beitrag.
Neues Jahr, neue Projekte…
Hallo liebe Waldbahnfreunde und Willkommen zurück hier in meinem Blog.
Ich hoffe ihr hattet einen guten Start ins Jahr und ich wünsche euch natürlich noch alles Gute.
Das neue Jahr bringt neben einiger neuer Projekte und Ideen auch ein paar Änderungen mit sich. So möchte ich von den bisher wöchentlichen Beiträgen auf einen monatlichen Rhythmus umstellen, oder je nach Projektfortschritt, um so die Zeit zwischen Arbeit, Hobby und Familie besser aufteilen zu können, da ich sehr viel Zeit für das regelmäßige Posten hier im Blog aufgebracht habe.
Bereits im letzten Jahr habe ich begonnen meine Sammlung zu bereinigen, Kompromiss-Modelle und überzählige Fahrzeuge wurden verkauft und so Budget für das neue Jahr generiert.
Und ebenfalls im letzten Jahr ist diese Krauss-Waldbahnlok für meine rumänische Waldbahn aus Basis von LGB-Teilen entstanden. Eine genauere Vorstellung und ein paar Infos zum Bau werde ich in den nächsten Tagen einstellen.
Grüße, Gerd
Weihnachtszeit -> Familienzeit
Hallo Waldbahnfreunde,
wo ist nur das Jahr geblieben… ?
Kommenden Sonntag beginnt schon wieder die Adventszeit und in den letzten Jahren lief meine Modellbahnwerkstatt da erst so richtig auf Hochtouren. Für die damalige Teilnahme am Echtdampfhallentreffen gab es immer viel vorzubereiten und so manches Projekt wurde kurzfristig noch zwischen rein geschoben wie z.b. der Bau einer kompletten Drehscheibe in Spur 5″.
Fast alle diese Projekte wären nicht möglich gewesen, würden meine Frau und Familie nicht großzügig Freiräume dafür geben, wenn auch nicht selten mit heftigem Kopfschütteln.
Daher finde ich es mehr als nötig mich dafür zu bedanken, in dem ich mir die kommenden Wochen „Modellbahnfrei“ gebe. Ich möchte die Zeit dieses Jahr ganz der Familie widmen, die neben Bastelprojekten, Ausstellungen und Fahrtagen manchmal doch auch sehr kurz gekommen ist.
Daher wünsche euch schon vorab eine besinnliche Adventszeit, sowie frohe Festtage. Wir sehen/lesen und im neuen Jahr wieder.
Liebe Grüße, euer Waldbahner aka Gerd.
[CFF] Begleitwagen Bauart „Moldovita“ (Teil 2)
Tja, und da ist der Wagen auch schon fertig…
Wie schon im ersten Teil gibt es leider keine Detailbilder vom Bau. Bei Fragen zu Details helfe ich euch aber sehr gerne weiter.
Nach dem montieren der Profile wurden alle Messingteile per Pinsel schwarz lackiert. Die Fensterrahmen wurden auf die Kunststoffscheiben aufgeklebt und dann die fertigen Fenster eingesetzt. Weitere Details wurden aus Kunststoff oder Metallteilen ergänzt. Besonders spannend war dann nochmal das Dach, welches ich aus 3 vorgebogenen Blechstücken zusammen gesetzt habe. Im Inneren sorgen zwei Sperrholzbögen für die nötige Stabilität. Zum Bestaunen der Inneneinrichtung wurde das Dach abnehmbar belassen.
Und auch dieser Wagen bekam sein finales Finish aus der Airbrush. Die Transformation ist immer wieder erstaunlich. Das dritte Bild zeigt auch einen Blick auf die Einrichtung. Die Tür ist mit echten Scharnieren beweglich aufgehängt.
Zum Abschluß noch ein paar Bilder vom Einsatz im Garten.
Grüße, Gerd
[CFF] Begleitwagen Bauart „Moldovita“ (Teil 1)
Nach kurzer Pause geht’s nun mit dem nächsten Wagen weiter, der ebenfalls von der Waldbahn Moldovita inspiriert ist. Dort wurde oft ein kleiner 2-achsiger Pack/-Begleitwagen in die Züge eingereiht. Dieser knuffige Wagen hatte es mir allein schon wegen der Form immer mal wieder angetan.
Aus der großen Bastelkiste kramte ich ein Paar 26er Metall-Radsätze von Modellbau Heyn sowie ein Satz Achslager von OZARK. Mit ein paar Messingprofilen war das tragende Fahrwerk schnell aufgebaut. Doch dann wurde es schnell kompliziert…
So kompliziert sogar, daß ich völlig vergessen habe Bilder zu machen. Der Aufbau hat durch die eingezogenen Seitenwände eine achteckige Form und ist im Original ein Profil-Gerippe mit Brettern. Für die Umsetzung in 1:19 schon eine gewisse Herausforderung, möchte man den Wagen auch Innen schön bauen. Letztlich habe ich mir für eine Sandwich-Bauweise entschieden. Die Bodenplatte und Seitenwände bestehen aus 2mm Sperrholz, welche mit Messingwinkeln von innen verschraubt sind. Anschließend wurden aus dünnen Leisten die Bretter aufgeklebt. Der untere Rahmen besteht wieder aus verschiedenen Messingprofilen.
Die Profile auf dem Wagenkasten habe ich mir aus 0.3mm MS-Blech selber zugeschnitten und gebogen. Durch das Blech und den Holzkasten wurden Löcher gebohrt für 1mm Messing-Nägel. Diese wurden dann von innen eingesetzt, aussen verlötet und anschließend aussen wieder Plan gefeilt. Viel Arbeit, aber ich bin auf dem richtigen Weg glaube ich. Eine Seite ist geschafft, die andere hoffentlich auch bald.

























